Iaido


Iaido


Was ist Iaido?

Iaido ein besonderer Teil des japanischen Schwertkampfesist und ist neben Kendo, Judo, Kyudo, Naginatado und Aikido eine der klassischen japanischen Kampfkünste, die ihre Wurzeln in den Übungen der Samurai haben und bis heute praktiziert werden. Hier vollführt der Übende des iaido, der iaidoka, aus einer Ruheposition heraus eine kurze Abfolge von Schnitten und / oder Stichen, beginnend mit dem Ziehen des Schwertes, welches nach Abschluß der Aktion wieder in die Scheide zurückgeführt wird. Dieser Ablauf heißt Kata.

Das Training

Iaido wird in der Regel in einem geschlossenen Raum (Dojo) geübt. Die traditionelle Kleidung besteht aus einem weiten Hosenrock (Hakama), einer Jacke (Haori) und einem Gürtel (Obi), die übliche Farbe ist Schwarz oder Dunkelblau, gelegentlich auch Weiß. Das Training beginnt mit einem Holzschwert (Bokken oder Bokuto), später kommt das Iai-Schwert (Iaito) hinzu. Dieses entspricht einem scharfen Schwert in Form, Länge und Gewicht. Die Klinge ist ungeschliffen und nicht geschmiedet. Dennoch gilt es einige Sicherheitshinweise zu beachten.

Die Kata

Grundelement des Iaido sind Kata, vorgegebene Bewegungsabläufe, die dem Verlauf eines Schwertkampfes bei einem oder mehreren Gegner entsprechen. Die besondere Eigenheit des Iaido liegt darin, daß jeder diese Bewegungen intensiv für sich allein üben kann: die Gegner sind vorgestellt (im Gegensatz zum verwandten Kendo). Ungefährliche Partnerübungen mit Holzschwert sind möglich. Sie dienen zur Verdeutlichung von Funktion, Abstandsverhältnis, Timing und Dynamik einer Kata. Jeder Fehler entsteht allein aus dem Übenden selbst, und die Notwendigkeit dieser Erkenntnis wirft ihn immer wieder auf sich selbst zurück. Störende Gedanken, dumme Vorstellungen und falsche Bewegungen nehmen in Anspruch. Erst durch diese ständigen Ablenkungen wird die Ausführung der an sich natürlichen Bewegungen zu einer schwierigen Aufgabe. Nach intensivem Iaidotraining ist der Körper aufgebaut und man ist zufrieden, aber man spürt eine tiefe geistige Beanspruchung, die kennzeichnend für deren Prozess ist. Hier zeigt sich der Kern des Lernens, die Schulung der starken Kraft des Geistes.

Die Geschichte des Iaido

Das Iaido als Übungssystem ist, so wie es sich heute darstellt, ein Werk von Schwertmeistern des 20. Jahrhunderts. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verbot Kaiser Meiji das öffentliche Tragen von Schwertern. Danach kam die Entwicklung und Ausübung der Schwertpraktiken fast vollständig zum Erliegen. Es ist Nakayama Hakudo Hanshi (1869 bis 1958) zu verdanken, daß es zu einem Wiederaufleben der traditionellen Schwertkunst kam. Er führte mehrere historische Schulen unter dem Namen Muso Shinden Ryu (Traum-Geist-Überlieferung-Schule) zusammen und regelte sie teilweise neu.


1932 taucht zum ersten Mal der Begriff Iaido als Bezeichnung für die Schwertkunst auf, die bislang unter einer Vielzahl anderer Namen bekannt war.Von der nach dem zweiten Weltkrieg entstandenen Zen Nihon Kendo Renmei (Alljapanischer Kendo Verband) wurde 1968 eine für alle Übenden einheitliche Grundschule (Seitei-Iai; heute Zen Nihon Kendo Renmei Iai) geschaffen, bestehend aus zehn Formen. Sie enthält Techniken vieler historischer Schwertkampfstile. Die Formen dienen weltweit als Vergleichsbasis bei Prüfungen und Wettkämpfen. Somit wurde auch die Grundlage für eine einheitliche, dennoch vielseitige und für jeden überprüfbare Ausbildung für Schwertinteressierte anderer Budostile geschaffen. Seit Sommer 2001 wurde das Seitei Iai um 2 Katas ergänzt und umfaßt nunmehr 12 Formen.

Das Schwert

Das japanische Schwert, das Katana, ist wegen seiner besonderen Eigenschaften in der ganzen Welt berühmt. Es zu tragen war lange Zeit alleinig Vorrecht der japanischen Kriegerklasse, den Samurai. Aber ein Katana ist weit mehr als eine edle Waffe. Es war und ist Ausdruck der Kultur dieser Klasse; auch besonderes Instrument ihrer Ausbildung und ihres Lebensgefühls.

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